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Social-Media Strategie


Deine Social-Media-Strategie muss sich deiner Marketing- und Unternehmensstrategie unterordnen. Bevor Du dich also deine Social-Media-Strategie ausarbeitest, beginne mit der IST- und SWOT-Analyse. Hierbei kristallisiert sich meist schon ein Weg, den Du einschlagen kannst. Anhand klar definierter Ziele solltest Du dein Vorgehen planen. Social-Media ist extrem schnelllebig und umfangreich. Achte daher besonders auf kurz- und mittelfristige Ziele. Wähle je nach Ziel einen passenden Kanal bzw. die optimale Plattform.

Der Einsatz von Social-Media in B2B und B2C.

Im B2C-Bereich lässt sich Social-Media meiner Meinung nach sehr gut einsetzen um Produktverkäufe zu steigern, dein Image pflegen oder auch um die Kundenbindung zu erhöhen.

Im B2B-Umfeld sehe ich dies etwas schwieriger. Meist wird Social-Media hier vorrangig für Branding, Mitarbeitergewinnung und Imagepflege genutzt. Wobei dies sich von Branche zu Branche unterscheiden kann. Bietest Du etwas ein Tool für Social-Media-Crossposting an, lässt sich dein Produkt natürlich auch sehr gut in den sozialen Medien verkaufen, da Du zwar B2B-Umfeld bist, aber deine Zielgruppe (Social-Media-Verantwortliche) die jeweilige Plattform auch selbst nutzt. Verkaufst Du aber z.B. hochpreisige IT-Infrastruktur und bietest Beratungsleistungen dazu an wird es schon schwieriger die entsprechende Zielgruppe (z.B. IT-Leiter / Geschäftsführer) über Social-Media zu überzeugen bzw. deren Aufmerksamkeit zu gewinnen.

In einer solchen Situation ist es hilfreich, die Probleme und Interessen deiner Zielgruppe so gut es geht zu kennen. Denn hier kannst Du ansetzen und wertvolle / interessante Inhalte für deine Zielgruppe bereitstellen. Probieren geht über studieren. ;) Teste was funktioniert und was nicht.

Wie Du siehst, musst Du selbst die Lage analysieren. Was für dein Unternehmen, der beste Weg ist und ob Du deine Zielgruppe optimal über Social-Media erreichst, kann man nicht pauschal festlegen. Bleiben wir aber beim Thema Zielgruppen. Nehmen wir uns ein typisches Szenario als Beispiel:

Mitarbeitergewinnung:

Deine Zielgruppe sind natürlich qualifizierte Bewerber. Da sich je nach Branche wiederum auf verschiedenen Plattformen wie XING, LinkedIn, Facebook finden lassen. Das mögliche Ziel, mehr qualifizierte Bewerbungen zu erhalten, erreichst Du über (beworbene) Stellenanzeigen, Mitarbeiter-Interviews auf deinem Blog, Engagement in XING- und Facebook-Gruppen, Facebook Ads etc.

Gewinnung von Leads

Sofern deine Recherche ergeben hat, das Du über einen Kanal wie z.B: Facebook potenzielle Kunden erreichst, bieten sich vielseitige Produktpostings (Vorteile, Berichte, Blogartikel, Success-Storys) und bezahlte Werbeanzeigen an, um die potenzielle Interessenten auf eine Landingpage oder einen Blogartikel weiterzuleiten. Dort kannst Du weiterführende Informationen anbieten. Stellst Du ein Whitepaper oder Ähnliches zur Verfügung (bei dem ein Mehrwert vorhanden ist), dann kannst Du mittels eines (Lead-)Formulars Kontaktdaten abfragen. Das Verkaufsteam kann diese erfassten Daten anschließend weiter bearbeiten.

Unterschiede der Social-Media-Plattformen

Die gängigen Social-Media-Plattformen werden in zwei Gruppen unterteilt. Nennen wir sie "Newsfeed" und "Archiv".

Beim Newsfeed wie z.B. Facebook sind deine veröffentlichten Inhalte nur interessant, wenn Du es schaffst, sie im Newsfeed deiner "Fans" zu platzieren. Aufgrund der enormen Masse an "News" gelingt dies mittlerweile nur schwerlich.

Zur Gruppe des Newsfeeds gehören neben Facebook:

  • Instagram, Microbloggingplattformen wie Twitter, Snapchat und Business-Networks wie LinkedIn und XING. Google+(†) gehörte ebenfalls dazu.

Bei der Archivgruppe sind aktuelle Beiträge nicht ganz so relevant. Als Beispiel soll hier Youtube erhalten. Hier ist die Suche ein zentraler Punkt. Viele Inhalte werden darüber gefunden und konsumiert. Zwar gibt es auch "#Trends" - aber die Mehrheit der Publisher erhält die Klicks über ähnliche Themen, weil viele User einfach mal schauen, was es interessantes auf den einzelnen Kanälen gibt.

Zur Gruppe des Newsfeeds gehören neben Youtube:

  • generell Videoplattformen, Slideshare, Pinterest und alle Arten von Fotoplattformen wie z.B: 500px

Auswahl der geeigneten Social-Media-Plattform

  • Ist der jeweilige Kanal auch in Zukunft (für deine Zielgruppe) relevant? Gerade bei neuen kleinen, aber aufstrebenden Plattformen ist es als Unternehmen ein Wagnis. Es kann sich auszahlen, sofort voll einzusteigen und Vorreiter zu sein. Es kann aber genauso gut auch vergebliche Liebesmühe sein, die am Ende nur Geld und Ressourcen gekostet hat. Eine verwaiste Facebook-Seite übt eher einen negativen Einfluss aus, als das Du darüber neue Interessenten gewinnst.
  • Für welchen Kanal hast Du Ressourcen und kannst regelmäßige Postings gewährleisten? EIn Youtube-Channel beispielsweise, kann sehr viele Ressource kosten. Gute Videos sind zeitaufwändig.

Das Image und Markenbild deines Unternehmens muss natürlich optimal transportiert werden. Snapchat ist für ein Junge Zielgruppen interessant - zu einer seriösen Wirtschaftsberater-Kanzlei passt diese Plattform wohl eher nicht. Überlege also welche Plattformen grundsätzlich infrage kommen und zu deinem Unternehmen passen.

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