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E-Mail-Marketing Grundlagen


E-Mail-Marketing ist aktuell ein wichtiger Bestandteil des Online-Marketing. E-Mails bieten Dir die Möglichkeit, direkt mit Kunden oder Interessenten in Kontakt zu treten. Du kannst deine Zielgruppe ohne große Umwege erreichen, neue Kunden zu gewinnen und deine Kundenbindung weiter stärken.

Innerhalb des Marketing-Mix lässt sich E-Mail-Marketing vielseitig einsetzen. Von Corporate Identity (Image & Brand) über Public Relations bis hin zur Verkaufsförderung. Achte aber darauf, dass alle Mails (d)einer Corporate Identy folgen um ein einheitliches Bild deines Unternehmens zu bekommen.

E-Mail-Marketing unterliegt nicht zuletzt wegen der DSGVO, welche im Mai 2018 in Kraft getreten ist, strengen Regularien. Es ist eindeutig geregelt, wem Du eine Werbe-E-Mail / Newsletter zusenden darfst. Eine Mail wird schon dann als Werbe-E-Mail angesehen, wenn Du z.B. in einer Bestellbestätigung nur auf ein weiteres Produkt hinweist, welches dem Käufer gefallen könnte. Hat er dazu keine explizite Einwilligung gegeben, ist dies nicht erlaubt. Wo wir gleich beim nächsten Thema sind, die Einwilligung.

Im Sichtbereich des Anmelder-Formulars musst Du kennzeichnen:

  • welches Unternehmen den Newsletter versendet
  • was genau Du mit deinem Newsletter bezweckst
  • für welche Leistungen Du deinen Newsletter anbietest

Sofern Du nun Werbe-E-Mails versenden möchtest, die z.B. deine Produkte / Veranstaltungen bewerben, muss derjenige aktiv zugestimmt haben. Die sicherste (rechtlich anerkannt) und einfachste Variante ist hier das Double-Opt-In.

Double-Opt-In funktioniert so:

  • Der Besucher füllt eine Formular zum abonnieren eines Newsletters aus.
  • Anschließend sendest Du ihm eine Bestätigungs-E-Mail.
  • Wird diese bestätigt, ist zum einen geklärt
    • das derjenige, der das Formular ausgefüllt hat, auch Inhaber der eingetragenen E-Mail-Adresse ist
    • und er zustimmt, dass Du ihm (Werbe-)Emails zusenden darfst.
  • nun darfst Du ihm deinen Newsletter zusenden
  • vergiss aber nicht, dass ab sofort in jeder E-Mail auch ein sogenannter Widerruf enthalten sein muss. Der Empfänger muss jederzeit die Möglichkeit haben, sich eigenständig und ohne Umwege abmelden zu können.
  • beachte: sendest Du dem Abonnenten 1,5 - 2 Jahre keine E-Mail erlischt in der Regel die Einwilligung.

Für Service-Mails wie z.B. die Versandbestätigung ist keine separate Einwilligung erforderlich.

Kopplungsverbot:

Bis Mai 2018 war es zum oft gang und gebe, dass man mit einem Einkauf in einem Online-Shop gleichzeitig einen Newsletter abonniert hat. Das geht so nicht mehr - dank der empfindlicheren Strafen halten sich nun wesentlich mehr Newsletter-Anbieter an den Datenschutz. Merke: Der Käufer muss dem Newsletter-Abo aktiv zustimmen. Dies bedeutet, dass Du die Checkbox auch nicht schon per default anhaken darfst.

Dieser Wiki-Eintrag stellt selbstverständlich keine Rechtsberatung dar, sondern dient zur Orientierung. Zu diesem Thema gibt es wunderbare Literatur oder natürlich den Fachanwalt deiner Wahl.

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